Für die Malerei bieten sich dem Künstler zwei Möglichkeiten, seine Kunst zu reproduzieren:
Große Scanner sind teuer, so dass ihr Kauf entsprechend unrentabel ist.
Firmen, die Fine-Art-Print drucken, bieten meist auch die Möglichkeit, Kunstwerke einzuscannen.
Mit Digitalkameras kann man Malerei in brauchbarer Qualität abfotografieren, zumindest für kleinere Reproduktionen von 1 bis 13 MB.
Schlechte Reproduktionen kann man nur begrenzt bearbeiten, umso wichtiger ist eine gute Aufnahme deiner Kunstwerke. Dabei ist weniger der Auslösemoment als viel mehr die Beleuchtung von entscheidender Bedeutung.
Eine gute Beleuchtung macht das Fotografieren erst möglich. Helles Licht bietet die optimalen Aufnahmebedingungen. Wichtig ist es, dass keine Reflexe auf dem Bild erscheinen. Deshalb scheidet direktes Sonnen- und Blitzlicht für das Abfotografieren aus. Das zu harte direkte Licht der Sonne lässt meist auch die Leinwandstruktur hervortreten. Das milde Licht der Abendsonne ist empfehlenswert, da es die Farben auf dem Bild zum Leuchten bringt. Kleine Blitzlichtgeräte (eingebaut in das Kameragehäuse) leuchten das Bild meist ungleichmäßig aus, erzeugen Lichtreflexe (Glanzlichter) und kalte Farben.
Das Fotografieren in Räumen ist im regnerischen Deutschland gar nicht so leicht, da bei schlechtem Wetter das Licht vom Fenster keine ausreichende Beleuchtung darstellt.
Das Licht beleuchtet das Bild vom Fenster aus ungleichmäßig.
Mit einer weißen Leinwand kannst du den Lichteinfall auf seine Gleichmäßigkeit hin überprüfen. Das Abfotografieren bei leichter Bewölkung ohne die direkte Sonne und unter freiem Himmel ergibt gute Aufnahmen. Das Abfotografieren selbst stellt einen jedoch meist vor eine Geduldsprobe.
Mit dem Stativ kannst du auch mit längeren Belichtungszeiten verwacklungsfrei fotografieren.
Lampen geben meist kein weißes Licht wieder. Im Menü der Kamera kann man die Lichtquelle wählen oder sogar einen Weißabgleich machen.
Glänzende Oberflächen neigen zum Spiegeln, entsprechend schwierig sind sie abzufotografieren. Wenn man den Standort ein wenig verschiebt und leicht schräg auf das Bild schaut, kann man Reflexe vermeiden. Mit der Bildbearbeitungssoftware kann man die gering flüchtende Bildebene wieder entzerren.
Der Vorteil der Reproduktionen auf dem Bildschirm ist ihre hohe Leuchtkraft. In der additiven Farbmischung werden die Fotografien in leuchtenden Farben wiedergegeben. Mit der Bildbearbeitungssoftware wie etwa Adobe Photoshop können die Reproduktionen gut nachgearbeitet werden.
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